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Entbürokratisierung in der Pflege

Juristische Expertengruppe legt Empfehlung zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation vor.

Mit Begeisterung habe ich diese  Empfehlung und  Stellungnahme  zur Endbürokratisierung Ende Januar 2014 aufgenommen.  Endlich! Es hat ja lange gedauert, bis ein Expertenteam zu der Erkenntnis kam, dass das Abzeichnen von Durchführungsnachweisen keinen wirklichen Wert hat und aufgegeben werden sollte.  Seit 1990, habe ich in ungezählten Vorträgen, Seminaren, Stellungnahmen und Veröffentlichungen, auf diese unsinnige Zeitvergeudung hingewiesen. 

In "Pflegestandards: Erneuerung der Pflege durch Veränderung" Springer Verlag (1992) wird ein Dokumentationskonzept vorgestellt, das mit einem Bruchteil des heute üblichen Aufwandes eine übersichtliche und umfassende Pflegedokumentation ermöglicht.  Zitatbeispiel:

"Die jeweils für den Patienten zuständige/verantwortliche Pflegeperson  bekundet mit ihrer Unterschrift unter dem Bericht, dass alles entweder nach Plan oder wie berichtet durchgeführt wurde.  Damit sind Zuständigkeit und Verantwortlichkeit  auch unter  rechtlichen Gesichtspunkten  klar erkennbar. Zusätzliche Blätter (Handzeichen-Blätter) sind somit überflüssig." 

Siehe Standard: Pflegedokumentation

Nun kann man gespannt sein, wann es der nächsten "heiligen Kuh" unserer Pflegedokumenation an den Kragen geht, der Pflegeplanung nach ATL bzw. AEDL. Solange diese gepflegt wird, treten die eigentlichen Probleme der Patienten/Bewohner in den Hintergrund. 

Pflegedokumentation verschlingt Milliarden

Alleine die Pflegedokumentation verursacht Kosten von rd. 2,7 Milliarden, so das Ergebnis einer von der Bundesregierung veranlassten Studie, die am 9. April 2013 veröffentlicht wurde.  Nicht erst Angesichts dieser Zahlen fordert der Pflege-SHV, die gesamte Dokumentation auf den Prüfstand zu stellen.  Denn der Aufwand der hier betrieben wird, steht  in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Lesen Sie hier den Bericht zur Studie auf der Seite www.gesunheitsstadt-berlin.de

Vor rund 10 Jahren befasste sich eine Arbeitsgruppe am “Runden-Tisch-Pflege” bereits mit dem Problem des überbordenden Bürokratismus.  Nicht eine der Empfehlungen wurde von der damaligen Gesundheitsministerin, Ulla Schmidt oder der Sozialministerin Renate Schmitt, aufgegriffen. Und so wird vermutlich auch die in der letzten Woche veröffentlichte Studie mit genaueren Zahlen, abgeheftet.  Als Mitglied des Runden Tisches Pflege, hatte ich 2004 mit diesem Papier “Entbürokratisierung in der Pflege: Ansatzpunkte die gerne übersehen werden, an die Verantwortlichen appelliert.

Weiteres zum Problemfeld:  Pflege erstickt im Bürokratismus, finden Sie auf der Homepage des Pflege-SHV