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Pflege-SHV
Pflege-Selbsthilfeverband

Initiative für menschenwürdige Pflege

http://www.pflege-prisma.de

 

Information zum Angebot

Qualitätsstandards in der Altenpflege

für Altenpflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste

Mehr als 200 Standardvorlagen (WinWord-Dateien) zum Preis von 180 Euro einschließlich Lizenz pro Einrichtung.

Warum das Rad jedesmal neu erfinden?

Die hier vorliegenden Standards sind das Ergebnis intensiver Auseinandersetzung mit Mitarbeitern aus rund 120 Pflegeeinrichtungen, in denen ich seit 1986 beratend tätig war. Mehr als 40 dieser Einrichtungen wurden über Jahre von meinen Mitarbeitern und mir bei der Entwicklung ihrer 'hausspezifischen' Standards unterstützt. Diese Dienstleistung, die wir noch bis Anfang 2000 erbracht haben, reichte von der organisatorischen und pflegefachlichen Beratung bis hin zur schriftlichen Bearbeitung und Gestaltung der Standardinhalte, nach den Vorstellungen des betreffenden Pflegedienstes. Dabei wurden im Durchschnitt 80 Standardbeschreibungen pro Einrichtung entwickelt, die wir dem jeweiligen Pflegedienst auf Karteikarten, im Ordner und ggf. auf Datenträgern zur Verfügung gestellt haben. Dadurch verfügen wir über ein Spektrum an Vergleichsmöglichkeiten, wie Sie es bei keinem anderen Anbieter von Standardvorlagen derzeit finden können. In zahlreichen Ordnern und Tausenden von Datensätzen liegen uns zu allen gängigen Themen einrichtungsspezifisch verschiedene Standardversionen vor.

Alle Standardvorlagen sind so gehalten, dass sie zur Verbesserung beitragen können oder hierdurch wenigstens eine, durch pflegerisches Fehlverhalten bedingte Verschlechterung des Pflegebedürftigen verhindert werden kann. Sind diese Kriterien erfüllt, kann man von einer angemessenen Pflege sprechen, wie sie mit anderen Worten ausgedrückt, durch das Gesetz gefordert ist. Ferner sind die Standards so gehalten, dass sie diese Kriterien unabhängig von der weiteren Entwicklung in der Medizin, erfüllen.

In stationären Pflegeeinrichtungen liegt der Änderungsbedarf, nach Angaben der Nutzer, bei durchschnittlich 20 Prozent. Mithin können rund 80 Prozent der Inhalte wie beschrieben übernommen werden. Demnach reduziert sich Ihr Aufwand für die Standardentwicklung auf etwa 20 Prozent, gegenüber einer kompletten Neuentwicklung ohne Vorlagen. Ambulante Pflegedienste nutzen unser Angebot ebenfalls sehr gerne, obschon der Änderungsaufwand hier um schätzungsweise 10 Prozent höher liegt. Speziell auf diesen Bereich zugeschnittene Standardvorlagen können wir leider nicht anbieten.

Mitwirkende Personen/Einrichtungen

So können Sie die Standardvorlagen nutzen:

  1. Als Vorlage zur hauseigenen Standardentwicklung
    Sie müssen das Rad nicht neu erfinden, sondern können diese Arbeitsvorlagen als inhaltliche und strukturelle Basis nutzen, um Ihre eigenen Standards zu entwickeln.

    Dies erleichtert das ansonsten oft sehr langwierige und mühsame Verfahren enorm. Die Zeit für eine interne Abgleichung und Auseinandersetzung mit den Inhalten, sollten Sie sich jedoch unbedingt nehmen. Denn die Erfahrung zeigt, dass Standards, die an den Vorstellungen der Mitarbeiter/innen vorbeidefiniert sind, in der Praxis selten Eingang finden. Auch unsere Standardvorlagen, so gut Sie Ihnen gefallen mögen, sollten niemandem „übergestülpt" werden.
  2. Für die innerbetriebliche Fortbildung (IBF)

    Eine stationäre Einrichtung die von uns Standardvorlagen erworben hat, kann diese natürlich auch im Rahmen innerbetrieblicher Fortbildungen einsetzen. Je nach Fortbildungsthema können Sie die betreffenden Standards nebst Kommentar den Teilnehmern als Arbeitsvorlage zur Verfügung stellen.

  3. Für die Ausbildung in den Pflegeberufen
    Auch die an Ihrer Einrichtung angeschlossene Alten- oder Krankenpflegeschule hat die Möglichkeit, Standardmuster und Kommentare als Arbeitsvorlagen für den Unterricht zu nutzen.

Bedeutung der Kommentare

Zu jedem Standard wurde ein Kommentar geschrieben. Der in einem separaten Ordner liegt, jedoch auch per Link über den Standard aufgerufen werden kann.

Die Kommentare erklären den Zweck des jeweiligen Standards, begründen verschiedene Inhalte und zeigen, worauf bei der Qualitätssicherung besonders geachtet werden sollte. Sie liefern wichtige Hintergrundinformationen und Argumente, die den Entwicklungs- und Einführungsprozess erleichtern. Sofern keine objektiven Kriterien herangezogen werden konnten, bleibt dabei vieles, was als gute oder schlechte Pflegequalität zu werten ist, eine Auslegungsfrage, die entsprechend dem Leitbild der jeweiligen Einrichtung/Pflegedienst sehr wohl unterschiedlich beantwortet werden kann.

Standardisierte Bereiche

Gemäß der unterschiedlichen Bedeutung einzelner Standards im Gesamtaufgabenspektrum wurden in der gedruckten Version fünf Standardgruppen/-bereiche farblich unterschieden.

Aus technischen Gründen haben wir bei der Word-Version auf eine solche Unterscheidung verzichtet, sondern lediglich im Inhaltsverzeichnis gekennzeichnet, zu welcher dieser fünf Bereiche der jeweilige Standard gehört.

1. Grundpflege: Dabei handelt es sich um den ureigenen Aufgabenbereich der Pflege, nämlich um die menschliche Fürsorge und fachkundige Hilfe in einer Problemsituation, so dass diese sich möglichst verbessert oder zumindest keine vermeidbaren zusätzlichen Probleme auftreten. Fürsorge heißt, für den anderen zu sorgen, wenn dieser selbst dazu nicht mehr in der Lage ist. Wie dies getan werden sollte und was im einzelnen unter fachkundiger Hilfe zu verstehen ist, wird in den jeweiligen Standards beschrieben. Grundpflegemaßnahmen bedürfen keiner ärztlichen Anordnung da diese ausschließlich auf natürlichen Mitteln der körperlichen, geistigen und psychosozialen Unterstützung beruhen sollten. Sie sollten alle Lebensbereiche betreffen, in denen Hilfe erforderlich ist und sich nicht nur auf Körperpflege beziehen.

2. Behandlungspflege: Darunter versteht man Maßnahmen, die im Auftrag des Arztes von Pflegenden durchgeführt werden oder mit einem zu hohen Risiko verbunden sind, so dass zuvor Rücksprache mit dem behandelnden Arzt genommen werden müsste. Hierdurch soll eine notwendige medizinische Behandlung unterstützt werden, wiederum mit dem Ziel, eine Zustandsverbesserung herbeizuführen und vermeidbare Schäden zu verhindern. Behandlungspflegemaßnahmen obliegen grundsätzlich der Anordnung und Entscheidung des behandelnden Arztes. Die Pflege trägt jedoch die volle Verantwortung für die fachlich korrekte Durchführung und tut deshalb gut daran, diese durch die Einführung entsprechender Standards sicher zu stellen.

3. Standardpflegepläne: Dabei handelt es sich um übergeordnete Pflegekonzepte, die den Umgang mit bestimmten Problemen beschreiben, die sich aus der Gesamtsituation, einer Diagnose oder einer medizinischen Therapie für den Pflegebedürftigen ergeben. Sie sind in Form von Standardpflegeplänen aufgebaut, definieren das generelle Pflegeangebot in den beschriebenen Fällen und vereinfachen somit die geforderte individuelle Pflegeplanung und Dokumentation.

4. Organisationsstandards: Diese Standards dienen der Sicherstellung eines geordneten Ablaufs auf den Stationen/Wohnbereichen. Dazu zählt die Organisation der Pflegearbeit, Vereinbarungen mit Angehörigen, Ärzten und anderen Arbeitsbereichen, die Beschreibung des Dokumentations- und Qualitätssicherungsverfahrens, aber auch Arbeitsanweisungen zur Vermeidung typischer Risiken und vieles andere mehr. Ausgangsbasis aller Standardvorlagen ist die „Bezugspflege", mit der Maßgabe, dass jedem Pflegebedürftigen eine Pflegekraft zugeteilt wird, die Hauptansprechpartnerin ist und dafür zu sorgen hat, dass der betreffende Mensch zu seinem Recht kommt. Unsere Standards orientieren sich weniger an wissenschaftlichen Theorien als an Grundsätzen wie: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu", näheres hierzu siehe auch Pflegeleitbild.5. Notfallstandards: Hierbei handelt es sich um Soforthilfeprogramme für bestimmte Notfallsituationen. Damit "im Notfall" nicht alles drunter und drüber geht. Damit unnötige Leidenszustände sowie sinnlose Interventionen vermieden werden.

Aktualität der Standards

Die hier vorliegenden Standards basieren auf den 1996 im Eigenverlag erschienenen „Qualitätsstandards in der Altenpflege"(Band 1 und 2), die bis Ende 2005 in Buchform und auf CD-Rom erhältlich waren.Während die gedruckte Version seither keine Aktualisierung erfahren hat, wurden die Word-Dateien mehrfach überarbeitet. Im Zeitraum von 2000 – 2002 sind alle Standardvorlagen auf ihre Aktualität hin überprüft und modifiziert worden. Einzelne Standards wurden inzwischen völlig überarbeitet, neue kamen hinzu (s. auch Aktuell).Die gedruckte Version ist seit 2007 vollständig vergriffen und wird auch nicht mehr neu aufgelegt.

Zwischenzeitlich hatten wir auch überlegt, ein Einzelbestellverfahren auf dieser Homepage einzurichten, um denen entgegen zu kommen, die nicht das gesamte Angebot möchten, sondern nur an bestimmten Themen interessiert sind. Wir sind davon wieder abgekommen, weil dies dem ursprünglichen Sinn und Zweck unseres Angebotes zuwider laufen würde. Schließlich handelt es sich um ein gesamtes, in sich abgerundetes Konzept, welches sich aus vielen Einzelbausteinen, kleineren und größeren Standards, zusammensetzt. Die einzelnen Standards sind auf einander abgestimmt und mit einander vernetzt, vergleichbar einem Legosystem mit kleineren und größeren Bauelementen, welches eine große Gestaltungsfreiheit lässt, dabei einfach zu handhaben und zu verstehen ist.

Bei sinngemäßer Handhabung und Nutzung dieser Standards, lässt sich der gesamte Dokumentationsaufwand in der Pflege auf ein Bruchteil des heute üblichen Maßes reduzieren, wobei Vollständigkeit und Übersichtlichkeit besser als bei jedem anderen System gewährleistbar sind. Das war einer meiner ursprünglichen Hintergedanken, als ich im Jahre 1985 den ersten Standardbausatz entwickelt habe. Damals war Qualitätssicherung noch eine in weiter ferne schwebende Zukunftsvision. Inzwischen dürfte es kaum eine Einrichtung, einen Pflegedienst geben, in der die Entwicklung von Standards noch nicht Thema war. Jedes Qualitätssicherungssystem setzt die Definition von Qualitätsstandards voraus.