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Pflegestandards definieren Pflegequalität

Kriterien für die Entwicklung von Pflegestandards

A. Zufriedenheit und Sicherheit des Pflegebedürftigen

  1. größtmögliche Sicherheit (Sichere Pflege und Prävention
  2. größtmögliche Verbesserung des Gesundheitszustandes ( Rehabilitation)
  3. bestmögliche Bewältigung von Problemen (Situationsbewältigung)

Zufriedenheit kehrt vor allem ein, wenn der Kranke sich besser fühlt, weil er entweder gesünder wird oder seine Krankheit oder den bevorstehenden Tod besser annehmen kann. In diesem Sinne verstehe ich "helfen". Dabei sollte man sich dem Kranken gegenüber grundsätzlich mehr verpflichtet fühlen, als zum Beispiel dem Arzt bzw. schulmedizinischen Standards. Wer alternative Methoden kennt, die größere Hilfe versprechen als die herkömmlichen, sollte diese einbringen, d.h. zumindest darüber informieren. (vgl. auch spezielle Themen)

B. Zufriedenheit und Sicherheit der Pflegeperson

  1. größtmögliche Sicherheit der eigenen Person (rechtliche Sicherheit, Schutz der Gesundheit)
  2. größtmögliche Zufriedenheit mit der beruflichen Aufgabe (Identifikation)

Zufriedenheit kehrt vor allem ein, wenn eine gute Verständigung mit dem Kranken, Kollegen, Ärzten, Angehörigen und anderen möglich ist und man regelmäßige Erfolgserlebnisse hat. Der Sicherheit des Patienten muss schon deshalb im Standard Priorität eingeräumt werden, weil anderenfalls diejenigen, die den Standard festgelegt haben, mit zur Verantwortung gezogen werden können.

Beispiel: In einer Standardgruppe hatte man sich auf den Kompromiss geeinigt, einen dekubitusgefährdeten Patienten spätestens nach 4 Stunden umzulagern. Ein zweistündlicher Lagewechsel schien dem Pflegeteam auf Grund der Personalsituation im Hause unmöglich. Da inzwischen jedoch Untersuchungen vorliegen, die belegen, dass nach mehr als 2 Stunden bereits Hautschädigungen in den gefährdeten Bereichen auftreten, müsste demnach spätestens nach 2 Stunden eine ausreichende Druckentlastung vorgenommen werden. Wird diese nicht vorgenommen, handelt man grob fahrlässig, da man Patienten, wider besseres Wissen, dem Risiko der Dekubitusentstehung aussetzt.

C. Wirtschaftlichkeit / Umweltverträglichkeit

  1. geringstmöglicher Materialaufwand (Umweltbelastung, Menge, Preis)
  2. geringstmöglicher Organisations- und Koordinationsaufwand, einschließlich der Zusammenarbeit mit anderen Berufsbereichen
  3. geringst möglicher Personalaufwand

Wahrung der Verhältnismäßigkeit: Das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen stimmt in vielen Bereichen nicht. Beispiel Pflegedokumentation: der hier zumeist betriebene Aufwand erfüllt hauptsächlich den Zweck, nachzuweisen, dass regelmäßig, eifrig dokumentiert wurde.

Qualität ist oft eine Frage der richtigen Priorität